Von SUMI zu den neuen Indikatoren für städtische Mobilität: Mobilitätsdaten in bessere Entscheidungen umsetzen
- Rupprecht Consult GmbH
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Es geschah ohne großes Aufsehen, stellt jedoch einen wichtigen Meilenstein für die Planung einer nachhaltigen städtischen Mobilität in Europa dar: Die harmonisierten Indikatoren für städtische Mobilität (UMIs) der EU wurden veröffentlicht!
Diese im Rahmen der Verordnung über das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) entwickelten Indikatoren schaffen einen gemeinsamen Rahmen zur Bestimmung von Nachhaltigkeit, Sicherheit und Barrierefreiheit in städtischen Mobilitätssystemen. Sie helfen Städten dabei, Stärken und Schwächen zu identifizieren, Fortschritte zu verfolgen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Für die 431 „städtischen Knotenpunkte“ der TEN-V handelt es sich dabei nicht einfach um eine Inspirationsquelle. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, der Europäischen Kommission bis zum 31. Dezember 2027 die jeweiligen Indikatorendaten zu übermitteln; und danach im regelmäßigen Turnus.
Erfahren Sie hier mehr über die UMIs: Kommission verabschiedet Durchführungsverordnung zur Stärkung der nachhaltigen städtischen Mobilität durch harmonisierte Indikatoren – Mobilität und Verkehr.
Ein Weg, der mit SUMI begann
Die UMIs bauen auf einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten auf. Ihre Ursprünge reichen zurück bis zum Projekt „Sustainable Urban Mobility Indicators“, auch bekannt als SUMI-Projekt (2017–2020), in dessen Rahmen wir untersucht haben, wie harmonisierte Indikatoren Städte bei der Bewertung der Nachhaltigkeit ihrer Mobilität unterstützen können.
Es war das erste einer Reihe von drei europäischen Projekten, in deren Rahmen Rupprecht Consult die Europäische Kommission bei ihren Bemühungen zur Entwicklung eines robusten und praxistauglichen Indikatorrahmens unterstützte.
Wir waren während dieser gesamten Entwicklung eng eingebunden – von sehr frühen methodischen Diskussionen und Anwendungstests bis hin zur Entwicklung des heutigen europäischen Rahmens.
Von der Methodik zur praktischen Anwendung
Unsere Arbeit an Mobilitätsindikatoren geht über den europäischen Prozess hinaus.
In Deutschland koordinierten wir für das Bundesverkehrsministerium das InuM-Projekt und entwickelten ein umfassendes Indikatorenset für Kommunen unterschiedlicher Größe.
Entdecken Sie die InuM-Broschüre hier: BMV – Indikatoren nachhaltiger urbaner Mobilität
In Österreich speisten wir unsere Indikatorik-Expertise in das check4zero-Projekt ein.
In München unterstützen wir weiterhin die Entwicklung von Indikatoren für die geteilte Mobilität (shared mobility).
Bei all diesen Projekten hat sich eine Erkenntnis immer wieder bestätigt: Die Definition von Indikatoren ist nur der erste Schritt. Städte müssen sich zudem mit der Datenverfügbarkeit, der Konsistenz, den Zuständigkeiten sowie der Frage befassen, wie die Ergebnisse in der Praxis Planungs- und politische Entscheidungen unterstützen können.
Von der Berichtspflicht zur strategischen Chance
Die neuen Indikatoren für urbane Mobilität sollten nicht primär, als Berichtspflicht betrachtet werden. Bei effektiver Nutzung können sie Städten dabei helfen:
eine verlässliche Ausgangsbasis für ihr Mobilitätssystem zu schaffen;
Mobilitätsziele mit messbaren Ergebnissen zu verknüpfen;
Lücken in bestehenden Daten und Überwachungsmechanismen zu identifizieren;
nachzuverfolgen, ob SUMP-Maßnahmen die beabsichtigten Wirkungen erzielen;
Fortschritte gegenüber Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit transparent zu kommunizieren; und
Entwicklungen im Zeitverlauf anhand einer einheitlichen Methodik zu vergleichen.
Wir leisten zudem über NAPCORE, einen direkten Beitrag zur Nutzung der UMIs und stärken damit die Verbindung zwischen den Indikatoren für städtische Mobilität, der SUMP-Überwachung und den nationalen Zugangspunkten.
Ziel ist es, den Mitgliedstaaten, Regionen und Städten ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie bestehende Datenquellen die Erhebung, Verwaltung und Berichterstattung von Indikatoren unterstützen können, um so die evidenzbasierte Entscheidungsfindung bei der Planung nachhaltiger städtischer Mobilität zu stärken.
Eine zentrale Indikatorenplattform für Städte und Regionen
Um Städte bei der effektiveren Arbeit mit Indikatoren zu unterstützen, haben wir ein Online-Dashboard entwickelt, das Datenerhebung, -speicherung, -verwaltung, -analyse und -visualisierung auf einer intuitiven Plattform vereint.

Das SUMP-Dashboard ermöglicht es Städten und Regionen, abteilungsübergreifend zu koordinieren, transparente Datensätze zu führen, Trends zu erkennen, Ergebnisse effektiv zu kommunizieren und komplexe Datensätze in klare, umsetzbare Erkenntnisse umzuwandeln.
Erfahren Sie, was dies für Sie bedeuten könnte, und wenden Sie sich an Hana Peters für eine Demo
Indikatoren spielen auch in den aktualisierten SUMP-Leitlinien (3. Auflage) eine zentrale Rolle
Die aktualisierten SUMP-Leitlinien (3. Auflage) legen großen Wert auf eine indikatorbasierte Überwachung und Bewertung während des gesamten SUMP-Prozesses. Städte werden dazu ermutigt, Ziele, Indikatoren, Ausgangswerte, Zielvorgaben und Zuständigkeiten für die Überwachung von Beginn an festzulegen – und nicht erst am Ende der Umsetzung.
Die Richtung ist klar: Eine effektive Planung nachhaltiger städtischer Mobilität hängt zunehmend davon ab, dass Ambitionen in messbare Ergebnisse umgesetzt und Daten als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden.
Wie wir Sie unterstützen können
Rupprecht Consult unterstützt Städte, Regionen und nationale Behörden während des gesamten Indikatorenprozesses – von der Methodik und Datenauswertung bis hin zu Governance, Berechnung und integrierten Überwachungssystemen.
Mit langjähriger Erfahrung sowohl in der Entwicklung als auch in der Anwendung von Mobilitätsindikatoren helfen wir Ihnen, Anforderungen in eine aussagekräftige, evidenzbasierte Mobilitätsplanung umzusetzen.
Sind Sie interessiert, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden?
Nehmen Sie Kontakt auf mit Dr. Ralf Brand, unserem Experten für Mobilitätsindikatoren, um zu diskutieren, wie Ihr SUMP und dessen Umsetzung durch ein optimales Indikatoren Set gestärkt werden kann.
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