Projektdetails

CiViTAS MOBILIS

Für einen sauberen und besseren Verkehr in unseren Städten

CiViTAS MOBILIS

Projektdetails

Dauer 02/2005 - 01/2009

Website http://www.civitas-mobilis.org

Koordinator Tisséo SMTC : Syndicat Mixte des Transports en Commun (Stadt Toulouse)

Projektziele

Die Städte Toulouse (Frankreich), Debrecen (Ungarn), Ljubljana (Slowenien), Venedig (Italien) und Odense (Dänemark) und ihre lokalen Hauptakteure im Bereich Mobilität haben eine europäische Partnerschaft für die Umsetzung von Mobilitätsinitiativen für lokale Nachhaltigkeit" - das MOBILIS-Projekt - gegründet. Das Ziel war es, eine neue Kultur für eine saubere städtische Mobilität im weiteren Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu schaffen, die die Einbeziehung aller relevanten Akteure und die Beteiligung der Öffentlichkeit gewährleistet. MOBILIS zielte darauf ab, radikale Strategien für einen sauberen Stadtverkehr in allen fünf Städten umzusetzen, die auf einer breiten Palette von Politiken und Instrumenten aufbauen. Das Projekt umfasste insgesamt 46 Maßnahmen, die in ein detailliertes Arbeitsprogramm über einen Zeitraum von vier Jahren (2005-2009) integriert waren, das alle acht CIVITAS-Politikbereiche umfasste. Die erfolgreichsten Aktivitäten waren:

  • Beispiele eines großflächigen Einsatz von alternativen Brennstoffen - 65 neue und 42 umgebaute CNG-Fahrzeuge, Biodieselbetrieb (250 Fahrzeuge), Rußfilteranlage (112 Fahrzeuge), Biogasbetrieb, 6 neue Tankstellen (3 CNG, 3 LPG), 10 LPG-Boote Optimierung der Produktion und des Betriebs von Biokraftstoffen und Entwicklung von Rahmenbedingungen für einen breiten Einsatz alternativer Kraftstoffe (einschließlich 1000 kleiner CNG-Versorgungsanlagen);
  • Erweiterung der Erfahrungen mit EGNOS/GALILEO-Diensten und Implementierung von IVS-Anwendungen zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen und des öffentlichen Verkehrs: 3 Verkehrsmanagementsysteme, 2 PT-Prioritätssysteme, 3 Fahrgastinformationssysteme, 2 elektronische Ticketingsysteme; Management der Erreichbarkeit sensibler Gebiete durch innovative Zonierungsansätze: 2 Zutrittskontrollbereiche, 2 Umweltzonen, 3 neue Parksysteme, 3 hochwertige Korridore sowie Verkehrskontrolle, Durchsetzung und Neugestaltung des öffentlichen Raumes;
  • Demonstration von 2 neuen Ansätzen für eine saubere städtische Logistik, Implementierung eines neuen Güterverteilzentrums, das mit sauberen Fahrzeugen betrieben wird;
  • Gewährleistung der sozialen Eingliederung durch Verbesserung der Zugänglichkeit (physisch, psychologisch, wirtschaftlich, informativ) von Mobilitätsdiensten;
  • Verbesserung der Qualität des öffentlichen Verkehrs und der Integration mit anderen Verkehrsträgern (Pkw, Fahrrad) durch innovative Planung und Dienstleistungsentwicklung;
  • Bereitstellung neuer gezielter Mobilitätsdienste, die die vorherrschenden Konzepte von Fahrzeugbesitz und -nutzung verändern (2 Fahrgemeinschaftsdienste, 2 Fahrgemeinschaftsdienste, 3 Mobilitätskartensysteme);
  • Förderung nachhaltiger Mobilität, Verkehrsverlagerung (zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln) und Verhaltensänderungen durch gezieltes und persönliches Marketing, Dienstentwicklung, Informationsverbreitung, allgemeine und berufliche Bildung und schließlich Beitrag zur europaweiten Evaluierung und Verbreitung der im Rahmen der CIVITAS-Initiative vorzulegenden Ergebnisse.

Das Projekt MOBILIS unternahm besondere Anstrengungen, den Mehrwert der Entwicklung und Umsetzung integrierter Politik- und Maßnahmenpakete aufzuzeigen. Daher spielte der Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zwischen den Partnern eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus standen die Förderung und Integration der folgenden fünf Schwerpunktthemen über alle Standorte und Maßnahmen hinweg im Mittelpunkt der spezifischen Koordinierungsaktivitäten: Übergangsstrategien zur Herstellung und Nutzung alternativer Kraftstoffe; Mobilitätsverhalten verstehen und verändern; Umsetzung nachhaltiger Stadtverkehrsstrategien in den Städten der neuen Mitgliedstaaten; Soziale Eingliederung und Chancengleichheit in der Mobilität und Intelligente Verkehrssysteme für eine nachhaltige urbane Mobilität. Ziel von MOBILIS war es, die Planungskultur und die Mobilitätsmuster aller fünf Partnerstädte positiv zu verändern, aber auch Rückschlüsse auf die Übertragbarkeit von Praktiken auf andere städtische Gemeinschaften in ganz Europa zu ziehen.

Ergebnisse

Ergebnisse des MOBILIS waren:

  • Förderung eines Übergangsprozesses hin zum breiten Einsatz alternativer Kraftstoffe und sauberer energieeffizienter Fahrzeuge
  • Förderung der Verkehrsverlagerung von der Nutzung des Kraftfahrzeugs hin zu nachhaltigen Verkehrsträgern
  • Verbesserung der Qualität und des fairen Anteils des öffentlichen Raums
  • Schaffung verkehrsminimierender Stadtstrukturen
  • Förderung der Sicherheit, der sozialen Eingliederung und der Chancengleichheit in der städtischen Mobilität
  • Lärmreduzierung und Verbesserung der Luftqualität in städtischen Gebieten
  • Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit
  • Effiziente Planungs-, Management- und Umsetzungsprozesse und Koordination zwischen den Mobilitätsakteuren auf verschiedenen Verwaltungsebenen vorantreiben
  • stärkere Beteiligung der Bürger:innen und der Zivilgesellschaft an umwelt- und mobilitätsbezogenen Entscheidungen
  • Sensibilisierung für nachhaltige Mobilität und Förderung von Verhaltensänderungen
  • Verbesserung der Innovations- und Kreativitätskapazitäten der lokalen Mobilitätsakteure

Rolle von Rupprecht Consult

Im Rahmen des Projektes MOBILIS waren wir am Teilprojekt "Technisches Management" beteiligt und insbesondere verantwortlich für die Koordination und Animation von Policy Integration & Clusters. Aufgrund unserer Projekterfahrung unterstützten wir Tisséo-SMTC auch bei der Erstellung von zwei weiteren Arbeitspaketen bezüglich des Reportings.

Kontaktinformationen

Siegfried Rupprecht
+49 221 6060 55 11
s.rupprecht@rupprecht-consult.eu

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