Projektdetails

CiViTAS CARAVEL

Auf dem Weg zu einer neuen Mobilität

CiViTAS CARAVEL

Projektdetails

Dauer 02/2005 - 01/2009

Website http://www.civitas-caravel.org

Koordinator Stadtverwaltung Genua (CDG)

Projektziele

Die Bürgermeister der Städte Burgos, Genua, Krakau und Stuttgart legten den Auftrag an alle aktiven Partnerorganisationen und lokalen Interessenvertreter:innen fest: Wir verpflichten unsere Städte, eine neue Kultur für eine saubere städtische Mobilität zu schaffen, die ein Gleichgewicht zwischen nachhaltiger Entwicklung, Wohlbefinden der Bürger und sicherem Zugang zu allen Verkehrsträgern herstellt.

Die Ziele von CARAVEL spiegelten die Prioritäten der meisten mittelgroßen Städte in Europa für eine integrierte Verkehrspolitik wider und stellen eine Antwort auf die großen städtepolitischen Herausforderungen dar:
- Den Energieverbrauch im Verkehr zunehmend auf erneuerbare Ressourcen zu stützen.

- Minimierung der verkehrsbedingten Luft- und Lärmbelastung und anderer negativer Umweltauswirkungen, um so die Gesundheit und das Wohlergehen aller Bürger zu verbessern.

- Änderung des Verkehrsverhaltens und der Verkehrsmuster von Menschen und Gütern.

- Neue Formen der Nutzung und des Besitzes von Fahrzeugen zu fördern und einzurichten, einschließlich Fahrrädern, Carsharing und Fahrgemeinschaften.

- Verbesserung der Servicequalität des öffentlichen Verkehrs durch nahtlose Verkehrsträger und neue Dienstleistungsangebote.

- Optimierung der Verteilung von Gütern in innerstädtischen Gebieten. Gewährleistung eines sicheren und gerechten Zugangs zu Arbeits- und Kulturstätten.

- Besondere Berücksichtugung der Bedürfnisse schutzbedürftiger und benachteiligter Bürger:innen.

- Schaffung eines breiten gesellschaftlichen Konsenses für eine saubere städtische Mobilität.


Mobilität spielt in der stadtpolitischen Agenda der vier CARAVEL-Städte eine entscheidende Rolle. Burgos, Genua, Krakau und Stuttgart entwickeln und bieten attraktive Anreize für einen sauberen und effizienten öffentlichen Nahverkehr und schränken inakzeptable persönliche Mobilitätsmuster ein, nutzen aber gleichzeitig eine Politik zur Stabilisierung positiver Trends und zur Entwicklung vitaler Städte.


CARAVEL konzentrierte sich auf ganzheitliche und integrierte Ansätze für einen nachhaltigen städtischen Verkehr, umfassende Sensibilisierungskampagnen für Politiker,:innen Fachleute, Beamtete und Bürger:innen, die Erprobung und Umsetzung alternativer Verkehrsträger und innovativer Verkehrsdienste.

Umsetzung - Leuchtturm-Maßnahmen
Während des ersten Projektjahres betraf die Hauptarbeitslast die Vorbereitung und Managementfragen:
- Einrichtung effizienter lokaler und projektweiter Arbeitsteams und Aufbau konkreter Partnerschaften

Vorbereitung eines detaillierten 4-Jahres-Arbeitsplans für jede der 54 Maßnahmen Start von 46 Maßnahmen: Informations- und Sensibilisierungskampagnen, Rundtischgespräche mit allen von den Maßnahmen betroffenen lokalen und regionalen Akteuren; Entwicklung neuer Mobilitätsdienste und -konzepte; Ausschreibungen für Bauarbeiten und Dienstleistungsverträge.

- Definition interner und externer Berichtsprozesse. Für alle Maßnahmen wurden Bewertungspläne und -kriterien vereinbart, um die erwarteten Ergebnisse zu überprüfen. Unterzeichnung des <stark>CARAVEL Accord</stark></link> am 6. Juni 2006 in Krakau: Die Bürgermeister der vier CARAVEL-Städte bekräftigten gemeinsam ihr Engagement für das Projekt.


Das 2. und 3. Projektjahr konzentrierten sich auf die dienstlichen und technologischen Entwicklungen und die ersten tatsächlichen Implementierungen und Feldoperationen:
- Gastankstelle, Erprobung von CNG-Bussen und Bussen mit Biodiesel, Sammlung von Altölen.

- Einrichtung von Verkehrsmanagementzentren

- Einführung von Zugangsbeschränkungen und Verkehrsverboten

- Entwicklung und Einrichtung von Korridoren mit hoher Mobilität

- Erweiterte Rundtischgespräche und Austausch mit allen Beteiligten, die von den zu realisierenden Maßnahmen betroffen sind

- Mobilitätsmarketing-Kampagnen wie offene Foren, Internetseiten, Informationszentren (fest und mobil), Banner- und Plakatkampagnen, Workshops mit Schüler:innen und Studierenden, Anreizinitiativen

- Innovative alternative Verkehrsträger : Car-Sharing, Van-Sharing, Fahrgemeinschaften, Mobilitätspläne für große Organisationen und große öffentliche Veranstaltungen, Fahrradverleih, nachfrageorientierte Verkehrsmittel (DRINBUS, DRINTAXI)

- Große Beteiligung der Projektpartner an den großen CiViTAS-Veranstaltungen (CiViTAS-Forum 2006 in Burgos und 2007 in Kaunas) sowie an anderen großen Konferenzen auf nationaler und internationaler Ebene

Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Städten und ihren Maßnahmen intensiviert, was zu einem spürbaren Know-how-Transfer und einem erhöhten gegenseitigen Verständnis führte.
Auf Projektebene arbeiteten das Projekt-, das Evaluation- und das Vertriebsmanagement eng mit den drei anderen CiViTAS-Projekten (MOBILIS, SMILE, SUCCESS) zusammen, um Erfahrungen über die Evaluation und die Verbreitung auszutauschen.

Im 3. Projektjahr fand auch die Halbzeitüberprüfung statt, bei der alle Maßnahmen auf den Prüfstand gestellt wurden, um besonders positive Ergebnisse und Themen zu identifizieren, die eine Neuanpassung in den Umsetzungsprozessen erforderten. Die guten Ergebnisse wurden von der Europäischen Kommission gewürdigt, und alle Änderungen wurden akzeptiert.

Das vierte Jahr, das im Februar 2008 begann, konzentrierte sich auf die Evaluierung aller Maßnahmen und die Aufbereitung der daraus gezogenen Lehren, um anderen Städten in der Welt, die an der Einführung eines sauberen Stadtverkehrs interessiert sind, Best-Practice-Beispiele zur Verfügung zu stellen.


Ergebnisse

Das wichtigste Ergebnis von CARAVEL war der breitere Einsatz sauberer, ressourceneffizienter städtischer Verkehrssysteme auf der Grundlage innovativer Instrumente und groß angelegter Demonstrationen.
CARAVEL trug wesentlich zu einem gesünderen und angenehmeren Leben in städtischen Gebieten bei. Der Verzicht auf Autos oder eine starke Verringerung ihrer Zahl in bestimmten Gebieten führte auch zu einer Neudefinition öffentlicher Räume als Treffpunkte für die Menschen.


Rolle von Rupprecht Consult

Wir waren als technischer Koordinator für die Integration und das technische Management des CARAVEL-Projekts verantwortlich. Diese Aufgabe umfasste das Management der Projektberichterstattung (sowohl intern als auch mit der Kommission), die Organisation von Managementsitzungen, die Beratung der Projektpartner in strategischen und administrativen Fragen, die Organisation von Schulungen, die Durchführung der Prozessevaluation, die Einrichtung von Arbeits-, Kommunikations- und Managementinstrumenten. Wir fungierten als Zentralstelle des Projekts.

Kontaktinformationen

Siegfried Rupprecht
+49 221 6060 55 11
s.rupprecht@rupprecht-consult.eu

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