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Neuer SUMP Topic Guide zu Nachhaltiger Mobilitätsplanung im Stadtviertel

29.11.2021

Als direktes Ergebnis der Ergebnisse des SUNRISE-Projekts, das von Rupprecht Consult koordiniert wurde, wurde gerade ein brandneuer SUMP-Themenleitfaden veröffentlicht. Der Leitfaden beschreibt die Beziehung zwischen den Bemühungen um eine nachhaltige Mobilitätsplanung auf der Stadtviertelebene und der stadtweiten (SUMP) Ebene. Er gibt auch Tipps, wie Synergien zwischen diesen beiden Planungsebenen maximiert werden können.

Nachhaltige urbane Mobilitätsplanung (SUMP) ist ein strategischer und integrierter Ansatz zur Bewältigung der Komplexität des städtischen Verkehrs. Einer seiner acht Grundsätze unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung des gesamten funktionalen Stadtgebiets bei der Entwicklung und Umsetzung eines solchen strategischen Plans.

Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass eine Stadt aus vielen verschiedenen Stadtteilen besteht und diese Planungsebene von gleicher Bedeutung ist. Dieser SUMP-Themenleitfaden zeigt Wege auf, wie sich die Planungsbemühungen auf der Nachbarschaftsebene und auf der gesamtstädtischen Ebene gegenseitig ergänzen können. Er basiert auf den Erfahrungen des CIVITAS-Projekts SUNRISE und seiner "Schwesterprojekte".

Das Dokument - gemeinsam verfasst von Rupprecht Consult und Koucky & partners - hebt die spezifischen Vorteile einer Planung für nachhaltige Mobilität auf Quartiersebene hervor. Das Quartier ist der Ort, an dem sich das tägliche Leben der Menschen abspielt und an dem viele mobilitätsbezogene Entscheidungen verankert und festgelegt werden. Es ist auch eine räumliche Ebene mit bestimmten Merkmalen, die auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Mobilitätssystem genutzt werden können und sollten. Dazu gehören kurze Entfernungen, die aktive Verkehrsmittel begünstigen, aber auch ein gemeinsames Identitätsgefühl, detaillierte Ortskenntnisse und etablierte Kommunikationskanäle usw.

Ein weiterer entscheidender Vorteil der Arbeit auf Stadtteilebene ist die Möglichkeit, Bewohner und Interessenvertreter intensiv in alle Schritte der Innovationskette einzubeziehen - viel mehr als dies normalerweise in stadtweiten (SUMP) Planungsprozessen möglich ist: Die Identifizierung von Problemen, die Entwicklung von Maßnahmen, ihre Umsetzung und ihre Bewertung. Der Ausgangspunkt dieses Themenleitfadens ist daher die Verknüpfung von "Co-Creation" als prozessualem Ansatz und dem Quartier als räumlich-sozialer Einheit.

Allerdings mangelt es auf der Quartiersebene in der Regel an Macht, an Fachwissen, an qualitativ hochwertigen Daten, an bezahlten Personalkapazitäten und an Einfluss auf Infrastrukturentscheidungen, die das Quartier betreffen. All dies bedeutet, dass die Bemühungen auf Quartiersebene mit den Bemühungen auf gesamtstädtischer Ebene "verbunden" werden sollten. Es bedeutet auch, dass eine Stadt, die bei ihrer Mobilitätsplanung auf höchster Ebene die Realität in ihren vielen Stadtteilen ignoriert, Gefahr läuft, "strukturelle Arroganz" und/oder Ignoranz zu zeigen und einfach nur wenig effektiv zu sein. Mit anderen Worten: Wenn die Mobilität in den verschiedenen Stadtteilen nicht "funktioniert", wird sie wahrscheinlich auch in der Stadt als Ganzes nicht funktionieren.

Daher müssen quartiersbezogene und stadtweite Planung aufeinander abgestimmt werden. Der Themenleitfaden zeigt auf, in welchen Situationen diese Abstimmung am sinnvollsten ist und wie sie erreicht werden kann. Wenn sie gut koordiniert sind, können SUMP-Aktivitäten Aktionen auf Stadtteilebene auf verschiedene Weise unterstützen und sicherstellen, dass dezentrale Bemühungen mit stadtweiten Zielen und Maßnahmen vereinbar sind. Umgekehrt können Initiativen für nachhaltige Mobilität in einem Stadtviertel die Speerspitze für bestimmte Maßnahmen sein, die in der gesamten Stadt umgesetzt werden sollen.

Lesen Sie die Veröffentlichung unten auf dieser Seite. Dieser und andere SUMP-Themenleitfäden können auch über die Eltis-Website hier abgerufen werden.

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Ralf Brand

+49 221 6060 55 18

r.brand@rupprecht-consult.eu

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[PDF] SUNRISE D3.6 Sustainable Neighbourhood Mobility Planning